Ambulante oder stationäre Behandlung einer Thrombose und  Lungenembolie?

 

Die tiefe Beinvenenthrombose und leichtere Formen einer Lungenembolie sind in der Praxis häufig vorkommende Erkrankungen, die aufgrund der Unterschiedlichkeit der Beschwerden von Patient zu Patient oft zu spät oder gar nicht erkannt und behandelt werden. Dabei ist eine rasche Erkennung und Behandlung wichtig für die meist weitgehende Ausheilung und die Vermeidung von späteren Komplikationen: wie einer chronischen, oft schmerzhaften Schwellung des betroffenen Beines (sog. postthrombotisches Syndrom), Ausbildung schmerzhafter Krampfadern bis hin zum Krankheitsbild des sog. "offenen Beins" (=Ulcus cruris).

 

Wie erkenne ich selbst, ob eine Thrombose oder Lungenembolie vorliegen könnte?

Beinvenenthrombose

Bei einer Beinvenenthrombose sind Schwellung, Schmerz, Spannungsgefühl, bläuliche Verfärbung der Haut, verstärkte Venenzeichnung am betroffenen Bein  häufig, aber nicht immer vorhanden, bei bettlägerigen Patienten sind oft überhaupt keine Merkmale einer Thrombose erkennbar. Bei entsprechendem Verdacht sollte der Hausarzt oder der Venenspezialist weiterführende Untersuchungen wie Ultraschall der Venen und Labortests vornehmen.

 

 

 

 

Die häufigsten Symptome einer akuten Lungenembolie sind:

Luftnot mit plötzlichem Beginn, Brustschmerzen und ungeklärter Kollaps sowie seltener Bluthusten. 

 

Wie wird eine Thrombose behandelt?

Schon dann, wenn eine Thrombose sehr wahrscheinlich ist, aber zeitnah keine Möglichkeit zur sicheren Klärung besteht, wird mit einer Heparin-Behandlung oder einer Blutverdünnung in Tablettenform (sog. neue orale Antikoagulantien) begonnen. Üblicherweise werden heutzutage sogenannte niedermolekulare Heparine oder vergleichbare Stoffe verwendet, die als Fertigspritzen nach vorheriger Anleitung einfach vom Patienten selbst in die Bauchdecke zu spritzen sind. Diese Fertigspritzen sind so konstruiert, dass auch ein ungeübter Laie nichts falsch machen kann.

Steht dann die Diagnose einer Thrombose oder Lungenembolie endgültig fest, beginnt Ihr Arzt sofort und gleichzeitig mit der oben beschriebenen Heparinspritzen-Behandlung mit einer zweiten, längerfristigen "blutverdünnenden" Behandlung, z.B. mit Marcumar (Info: Gerinnungsselbstmanagement), Coumadin oder Falithrom, neuerdings in geeigneten Fällen auch mit Lixiana, Xarelto, Eliquis oder Pradaxa. Letztere Medikamente haben den Vorteil, dass bei weniger Nebenwirkungen auch keine Gerinnungskontrollen mehr erforderlich sind.

 

Kompressionsverband

Außerdem ist bei einer Beinvenenthrombose eine sofortige Kompressionstherapie entweder mit einer elastischen Wickel oder/bzw. später als Dauerbehandlung mit einem Kompressions-strumpf erforderlich. Wichtig ist auch, dass Sie sich mit einer Thrombose sofort viel bewegen; die frühere Auffassung, dass eine Thrombose ruhig gestellt werden muss, hat sich als überholt erwiesen.

 

Schwangerschaft und Wochenbett

Der Verdacht auf Lungenembolie (LE) in Schwangerschaft und Wochenbett wirft spezielle Probleme auf, denn es gibt keinen unter diesen Bedingungen getesteten, allgemein gültigen Behandlungsweg und somit muss in jedem Fall mit dem Arzt und Spezialisten Ihres Vertrauens eine Einzelfallentscheidung getroffen werden. Auf den D-Dimer-Test (thromboseanzeigender Blutwert) ist im Falle einer Schwangerschaft kein Verlass, da dieser in der Schwangerschaft und im Wochenbett nahezu immer erhöht ist.

 

Dauer der notwendigen Einnahme von Blutverdünnern:

http://www.dga-gefaessmedizin.de/fileadmin/content/PDFs/03_Handzettel_Ampel.pdf

 

   

Wichtiger Hinweis:

Die oben genannten Hinweise ersetzen in keinster Weise eine ärztliche Beratung, Untersuchung oder Behandlung und sollten auf keinen Fall zu einer Selbstdiagnose oder gar Selbstbehandlung führen oder zu einer Unterlassung einer dringend notwendigen ärztlichen Behandlung. Der Artikel dient lediglich zur allgemeinen Information über die Behandlung und den Verlauf im Normalfall; Abweichungen aufgrund besonderer Begleitumstände können hier nicht berücksichtigt werden und unterliegen allein der Verantwortung des Arztes aufgrund einer notwendigen Untersuchung. Daher kann der Autor keine Verantwortung für eventuelle Schäden für eine unterlassene Untersuchung oder Behandlung übernehmen. Wenden Sie sich bitte im Zweifelsfall immer an Ihren behandelnden Arzt oder Spezialisten.  

Autor: Dr. Ulrich Tinnefeld

 

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