Schlafapnoe Polygrafie
Verengung der Atemwege im Tiefschlaf

Schlaf und gestörte Atmung

(das Schlafapnoesyndrom) 

 

Ausreichender und guter Schlaf ist wichtig für Wohlbefinden und Gesundheit. Schlafmangel oder Störungen des Schlafes führen zu körperlicher Erschöpfung und können Herz-Kreislauferkrankungen hervorrufen oder verschlimmern. Gründe für eine Schlafstörung sind vielgestaltig. Eine der häufigsten Ursachen (etwa 50% aller Typ-2-Diabetiker sind betroffen) ist die Schlafapnoe.

Hierunter versteht man das Auftreten von nächtlichen Atempausen. Diese führen zu einer Sauerstoffunterversorgung des Körpers. Es resultieren Weckreaktionen, die den erholsamen Schlaf empfindlich stören. Damit verbunden kommt es zur übermäßigen nächtlichen Freisetzung von Stresshormonen, die zusammen mit dem Sauerstoffmangel eine bestehende Herzerkrankung (z.B. eine Pumpschwäche oder Durchblutungsstörung des Herzens oder Herzrhythmusstörungen) auslösen oder erheblich verschlimmern können.

 

Man unterscheidet zwei verschiedene Formen von nächtlichen Atmungsstörungen:

 

  • Die obstruktive Schlafapnoe ist vor allem gekennzeichnet durch ausgeprägtes und oft unregelmäßiges Schnarchen. Häufiges nächtliches Aufwachen, starkes Schwitzen in der Nacht zählen ebenso zu den Symptomen wie Konzentrationsschwäche und eine meistens ausgeprägte Tagesschläfrigkeit und Depressionen. Oftmals ist die Fahrtauglichkeit eingeschränkt oder aufgehoben, bis eine mindestens vierwöchige erfolgreiche Beatmungstherapie nachgewiesen werden kann. Ursache ist eine Verengung der Atemwege in der Tiefschlafphase, in der die Zunge und der Gaumen sich maximal entspannen und die Luftröhre verlegen, so dass die Atemluft nicht mehr ausreichend eingeatmet werden kann. Die für den Patienten (nicht für den Bettnachbarn!) harmlose Form dieses Phänomens ist das nächtliche Schnarchen.
  • Die zentrale Schlafapnoe ist wesentlicher seltener und kommt vor allem bei Herzkranken sowie bei Störungen im Atemzentrum des Gehirns vor. Die Behandlung muss hier individuell den sonstigen Befunden des Betroffenen angepasst werden, nicht immer ist eine nCPAP-Therapie die richtige Wahl.

Jede Form der Schlafapnoe geht mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten eines Schlaganfalls, eines Herzinfarktes oder einer Depression einher und ist daher behandlungsbedürftig.

 

Behandlung:

Die zurzeit wirksamste Therapie für das obstruktive Schlafapnoesyndrom ist die nächtliche Beatmung (nCPAP-Therapie), die mit modernen Geräten nahezu geräuschfrei und mit modernen Mund-Nase-Masken nur selten von den Betroffenen nicht angenommen wird. Im Gegenteil berichten die meisten Patienten bereits wenige Tage nach Beginn der Behandlung von einem deutlich besseren Wohlbefinden und tagsüber besserer Lebensqualität, in vielen Fällen können oder müssen Medikamente z.B. für den hohen Blutdruck abgesetzt oder reduziert werden, da die eine der Ursachen des hohen Blutdruck durch die Beatmungstherapie beseitigt ist. Schwerwiegende Nebenwirkungen oder Organschädigungen sind bei korrekter Einstellung und Handhabung auch nach über 20-jähriger Erfahrung nicht bekannt.

Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen konnten beweisen, dass mit einer nCPAP-Therapie das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko erheblich gesenkt werden kann.

 

Hinweis für Flugreisende:

Um bei Flugreisen keine Probleme bei den Sicherheitskontrollen und am Zoll zu vermeiden, können Sie hier eine international gültige Bescheinigung herunterladen und bei uns in der Praxis ausfüllen lassen. Auf Wunsch erhalten Sie diese Bescheinigung auch direkt bei uns in der Praxis.

 

Dateidownload
ZOLLBESCHEINIGUNG
Dateidownload
FLUGTAUGLICHKEITSBESCHEINIGUNG

Autor: Dr. med. Ulrich Tinnefeld * Hinweis: Diese Information ersetzt in keiner Weise eine persönliche ärztliche Beratung und Untersuchung. Insofern können Haftungsansprüche aus dieser Information nicht abgeleitet werden.

 

 

Kontakt:
www.praxis-ulrich-tinnefeld.de

Email:

kontakt@praxis-ulrich-tinnefeld.de

Tel. 0209/55487

Fax: 0209/55491

Sprechzeiten:

Mo bis Fr: 8.00 bis 10.30 Uhr

Mo, Di, Do: 15.00  bis 17.00 Uhr

und nach Terminvereinbarung

Notfallbereitschaft:

Mo, Di, Do 8 bis 18 Uhr

Mi und Fr 8 bis 13 Uhr:

Dr. Ulrich Tinnefeld:

0177-2436447

 

Außerhalb der Sprechzeiten und Notfallbereitschaft:

siehe Info zum Notfalldienst

 

 

Link:

Infos zum Datenschutz

Impressum: Impressum


Diese Seite verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Mit der weiteren Verwendung dieser Homepage stimmen Sie dieser Nutzung zu.